February 17th, 2008

Helden.

Nicht tot sind wir, nicht in der Halle, nicht
Gefallen; Verborgen in der Menge,
Ersehnen Schlaf in kühler karger Strenge,
und wachen doch im grellen Sonnenlicht.

Die Rüstung hängt in rostigem Entzug,
Das Schwert, nach Kampf noch lüstern, unbesonnen,
Im Garn der trägen Jahre eingesponnen.
Das noble Ross zieht auf dem Feld den Pflug.

Einst ritten wir im Sturm der Schlacht entgegen.
Uns galt der alten Troubadouren Sang,
der Schwachen und der Pilger dankbar Segen.

Seht ihr es Funkeln fern im Abendrot?
Hört ihr im Wind des Stahles hellen Klang?
Schallt bald der Ruf zum letzten Aufgebot?